Die älteste olympische Mannschaftssportart - bereits seit 1900 (Damenwasserball seit 2000)
Im Englischen bezeichnet man das Wasserballspiel als Waterpolo. Der Ausdruck entstand in der gleichen Zeit als sich das Polo-Spiel entwickelte. Dieser Begriff wurde auch in die Mehrzahl der europäischen Sprachen übernommen; die bekanntesten Ausnahmen hiervon sind der deutsche Name Wasserball und das italienische Pallanuoto.
Zur Entstehungsgeschichte des Wasserballs gibt es verschiedene Aussagen, die sich jedoch nicht zwangsläufig widersprechen. Zum einen ist belegt, dass das Wasserballspiel wahrscheinlich erfunden wurde, um Schwimmveranstaltungen („Swimming Exhibitions“) attraktiver gestalten zu können und somit dem Schwimmsport generell mehr Zuspruch zu verschaffen. Zum anderen ist eine mündliche Aussage überliefert, in der Dick Hodgson (Mitglied der englischen Olympiamannschaft 1924 und 1928) dem BBC-Fernsehkommentator Harry Walker eine andere Entstehungsgeschichte erzählt. Demnach ging Hodgsons Vater üblicherweise mit seinem Rugbyteam in Lancashire nach einem Spiel in ein Waschhaus, an das ein Schwimmbad angeschlossen war: „Eventually they would end up in the pool, normally with a ball, and would play a type of rugby game in water. The ball would be placed on the side when a goal was scored in rugby fashion“ (JUBA 1972, 18). Übrigens können die Spieler nicht stehen, auch wenn es manchmal so aussieht: sie spielen in mindestens 1.80 m tiefem Wasser.
Vom Ursprungsland England aus verbreitete sich das Wasserballspiel als Wettkampfspiel gegen Ende des 19. Jahrhunderts über den europäischen Kontinent und nach Nordamerika. (Quelle: Wikipedia)
Wasserball wurde zur ersten olympischen Mannschaftssportart.
Wenn auch in der Schweiz nur eine Randsportart ist Wasserball in vielen Ländern wie Kroatien, Montenegro, Ungarn die Trendsportart schlechthin und rangiert z.B. weit vor Fussball. Aber auch in Italien, England, den USA, Serbien und vielen anderen Ländern geniesst Wasserball einen hohen Stellenwert. Berühmte Wasserballer waren oder sind: Schauspieler Bud Spencer (im italienischen Nationalteam), Prinz William von Grossbritannien, Sänger Sean Paul, Schriftsteller Ernest Hemingway, Astronom Edwin Hubble (Erfinder des Hubble, Teleskops), Albert Szent-Györgyi (Nobelpreisträger für Medizin: Entdecker des Vitamin C)Reeder Aristoteles Onassis, Deutschlands Fussball-Nationaltowart Manuel Neuer (zum Ausgleich), Schwimmer und Tarzan-Schauspieler Johnny Weissmuller, Schauspieler Ted McGinley (bekannt als Al Bundys Nachbar), Schauspieler Ryan Stiles (bekannt aus Two and a half men), die Klitschko-Brüder (Boxer, ebenfalls zum Ausgleich), der Erfinder des Surfbretts Duke Kahanamoku, Edward Teller (Physiker: Wasserstoffbombe), Leo Szilard (Physiker und Mitinitiator des Manhattan-Projekts), der Erfinder des Penizillins Sir Alexander Fleming und weitere... Ausserdem halten sich George Clooney und Russel Crowe mit Wasserball fit. Wer hätte das gedacht?
Seit den 1970er-Jahren wird in Winterthur Wasserball gespielt, mit Erfolgen von Meistertiteln im Damenbereich bis hin zu Topplatzierungen in der Nationalliga A und B der Herrenmannschaften. WPW legt grossen Wert darauf, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene diesen Sport auch ohne Leistungsambitionen im Verein ausüben können. Im Vordergrund stehen bei uns stets der Spass an der Bewegung, das Knüpfen von Freundschaften, das gesellige Miteinander sowie die Möglichkeit, gleichzeitig etwas für die eigene Gesundheit zu tun.